Mein Name ist Benjamin. Ich bin 1,94 Meter groß und fast vierzig Jahre alt. Ich bin Kampfsportlehrer, Schauspieler und Tänzer. Meine Lieblingstänze sind Rumba, Paso Doble, Langsamer Walzer und Tango. Ich wurde in Hamburg geboren. Aufgewachsen bin ich ohne Vater als einziges Kind einer liebevollen Mutter, die bis zu ihrem viel zu frühen Tod die wichtigste Person in meinem Leben war. Als ich noch kleiner war, verbrachten wir fast jeden Sommer im Bungalow meiner Oma in Italien. Dort habe ich oft stundenlang am Strand, der nur wenige Meter vom Haus entfernt war, Venusmuscheln gesammelt, aus denen meine Mutter dann Spaghetti vongole gekocht hat. Bis heute verbinde ich den Aprikosensaft in den kleinen Glasflaschen, die es in italienischen Supermärkten zu kaufen gibt, mit den langen, sonnigen Tagen in Bibione. Ich liebe Supermärkte und verliere beim Einkaufen von Lebensmitteln jegliche Kontrolle – was meine Frau Veronica sehr lustig findet. Ich koche für mein Leben gern, am liebsten mit Meeresfrüchten. An Süßigkeiten kann ich nicht vorbeigehen, besonders Nussnougatcreme kann ich nicht widerstehen. Ich bin eben ein echter Genießer. Auch nächtliche Imbisse gehören für mich dazu, meine Spezialität sind Crêpes um ein Uhr früh. Ich bin ein Nachtmensch, morgens komme ich schlecht aus den Federn. Büroarbeit mache ich gern im Bett, manchmal den ganzen Tag lang. Ich bin ein Perfektionist und versuche immer, das Beste aus mir herauszuholen – zumindest im Job. Privat lasse ich es mittlerweile etwas entspannter angehen. In der Gesellschaft anderer verspüre ich den Wunsch, dass es allen gutgeht. Manchmal vergesse ich dabei meine eigenen Bedürfnisse. Harmonie ist mir sehr wichtig, ich möchte, dass sich die Menschen in meiner Gegenwart wohlfühlen. Ich bin aufmerksam und hilfsbereit, öffne den Menschen die Türen und biete im Café meinen Stuhl an. Viele sagen, ich sei ein echter Gentleman. Außerdem bin ich ein guter Hausmann, ich putze wirklich gern. Nur nicht in den Ecken der Zimmer, denn ich finde Spinnen wirklich gruselig. Wenn eine Frau dabei ist, die sich vor den Achtbeinern ebenfalls fürchtet, überwinde ich aber meine Angst. Glücklicherweise kann ich über mich selbst lachen – ich mache gerne viele Witze, vor allem auf meine Kosten. Mit Kindern komme ich hervorragend klar, ich liebe ihre unverblümte, ehrliche Art. Mir wird oft nachgesagt, dass ich über Charisma verfüge, das ich wohl von meiner Oma geerbt habe – und kontaktfreudig bin ich auch. Ich quatsche jeden an, egal ob die Frau hinter der Wursttheke oder Menschen auf der Straße. Obwohl ich außer Deutsch nur Englisch spreche, komme ich auch im Ausland weit, da ich mich mit Händen und Füßen verständige. Ich kann Lippenlesen, außerdem beherrsche ich die deutsche und amerikanische Gebärdensprache.
Nur hören kann ich nicht.